Grundsätze des Praktikumsaustausches Letztes Update: 07-09-2006

 

Auslands-Praktika Bilbao - Schleswig-Holstein


Die nachfolgenden Vereinbarungen wurden nach dem ersten Praktikumsaustausch im August 2005 bzw. Oktober 2005 auf Grund von Gesprächen und Konferenzbeschlüssen von der Deutschen Schule Bilbao, (DSB), dem Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf, (EvB), und dem Verein Europaschulen in Schleswig-Holstein e.V. zusammengestellt. Diese Vereinbarungen könnten mit angepassten Zeitplänen für alle Europaschulen in Schleswig-Holstein gelten.

Vereinbarungen
(Entwurf, Februar 2006)

 

  • Die Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein müssen mindestens 3 Jahre Spanisch-Unterricht erhalten haben. Ausnahmeregelungen ( z.B. für Schüler mit spanischen Eltern) sind möglich, müssen aber mit der DSB vorher abgesprochen werden.
  • Die Beteiligten sind sich einig, dass ein vorbereitender Elternabend für die aufnehmenden Familien notwendig ist. Hier sollte das Programm, die Aufgaben und die Verantwortung der Eltern besprochen werden.
  • Die Anreise soll am Donnerstag vor dem 2-wöchigen Praktikum erfolgen; die Abreise am Samstag, Sonntag oder Montag nach Abschluss des Praktikums.
  • In Schleswig-Holstein findet vor Praktikumsbeginn eine kleine Begrüßungsfeier in den jeweils beteiligten Schulen statt mit Anwesenheit der Eltern, Schüler und Gastschüler. Dabei soll die DSB präsentiert werden, damit vor Ort eine Vorstellung über die Besonderheit der Auslandsschulen generell und speziell dieser Auslandsschule entwickelt werden kann. Für diese Präsentation ist die DSB nach Absprache mit den lokalen Schulen verantwortlich.
  • Auch an der DSB findet vor Praktikumsbeginn eine kleine Begrüßungsfeier mit Anwesenheit der Eltern, Schüler und Gastschüler statt. Dabei sollen der Verein Europaschulen in Schleswig-Holstein e.V. sowie die jeweiligen beteiligten Schulen präsentiert werden, um auch den spanischen Eltern einen Einblick in die Strukturen und Eigenschaften der deutschen Schulen zu vermitteln. Für diese Präsentation sind die Schulen aus Schleswig-Holstein nach Absprache mit der DSB verantwortlich.
  • Die jeweiligen Gastschulen stellen vor Praktikumsbeginn eine gemeinschaftliche Orientierung über die Umgebung ( Stadtrallye etc. ) sicher.
  • Unterrichtsbesuche sollen weitgehend vermieden werden, um den schulischen Betrieb durch das Auslandspraktikum möglichst wenig zu stören.
  • Das "erste Wochenende" dient vor allem dem Kennenlernen des Gastlandes und der Gastfamilie; die entsprechende Planung der Aktivitäten ist (mit Ausnahme der Begrüßungsfeier) daher ausschließlich den Familien vorbehalten.
  • Das "mittlere Wochenende" soll für eine gemeinsame Veranstaltung der Reisegruppe genutzt werden, um die nähere Umgebung (Schleswig-Holstein bzw. Baskenland) kennen zu lernen.
  • Das "letzte Wochenende" kann, sofern sich hierfür noch ein zeitlicher und organisatorischer Rahmen vor Ort findet, für eine offizielle Abschlussveranstaltung oder für einen weiteren Ausflug genutzt werden.
  • Für die Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein müssen die Anforderungen zum Wirtschaftspraktikum des Lehrplans Wirtschaft/Politik gemäß den Vorgaben des Ministeriums für Bildung und Frauen in Schleswig-Holstein erfüllt werden. Diese Anforderungen müssen spätestens 6 Monate vor Praktikumsbeginn in Bilbao vorher auf der Grundlage der einschlägigen behördlichen Bestimmungen aus Schleswig-Holstein der DSB bekannt gemacht werden.
  • Sollten für die Schülerinnen und Schüler aus Bilbao Vorgaben erstellt werden, gelten die gleichen Vorlaufzeiten.
  • Der Besuch der Schüler aus Schleswig-Holstein in Bilbao muss nicht notwendig von allen Schulen gleichzeitig stattfinden. Die DSB muss aber mindestens 7 Monate vorher über die Anzahl der Schüler und den genauen Termin des geplanten Praktikums informiert werden. Spätestens 5 Monate vor Praktikumsbeginn meldet die DSB die vorhandenen Praktikumsplätze. Spätestens 4 Monate vor Praktikumsbeginn muss der DSB die komplette Liste der Schüler mit Namen, Adressen, zugehöriger Schule, Praktikumswunsch des Schülers sowie einem Bewerbungsschreiben für den Praktikumsplatz vorliegen.
  • Die Praktikumszeit der Schüler der DSB findet in jedem Jahr Ende August / Anfang September statt. Die genauen Daten (inkl. Anzahl der Praktikanten) müssen jedes Jahr mindestens 6 Monate vorher dem Verein Europaschulen in Schleswig-Holstein e.V. mitgeteilt werden. Spätestens 5 Monate vor Praktikumsbeginn meldet der Verein die vorhandenen Praktikumsplätze. Spätestens 4 Monate vor Praktikumsbeginn muss dem Verein die komplette Liste der Schüler mit Namen, Adressen, Praktikumswunsch des Schülers sowie einem Bewerbungsschreiben für den Praktikumsplatz vorliegen.
    (Daten für 2006: Anreise aus Bilbao am 31.8.2006; Praktikumszeit vom 4.9.- 15.9. 2006; Rückflug: 17.9.05; Anzahl der Schüler: 32)
  • Die Kosten (Reise, Unterbringung, Verpflegung, Fahrten vor Ort etc.) für die begleitenden Lehrkräfte werden bislang von den reisenden Schulen selbst getragen. Wenn der Verein, die beteiligten Schulen in Schleswig-Holstein oder die DSB EU-Fördergelder für dieses Projekt bekommen, so werden diese auch für die Kosten der begleitenden Lehrkräfte eingesetzt.
  • Sollte die DSB oder der Verein eine Beendigung dieses Projekts wünschen, so muss die andere Seite wegen der notwendigen Jahresplanungen spätestens 4 Monate nach Beendigung des letzten Praktikums informiert werden.

Aus diesen Vereinbarungen ergeben sich für den ersten Standard-Durchlauf im Sommer 2006 folgende Konsequenzen:

  • In gemeinsamer Vorbereitung zu erledigen:
    • Liste für Informationen bei vorbereitendem Elternabend (Programm, Aufgaben der Eltern, Verantwortung, Weg zur Praktikumsstelle, ...)
    • Checkliste für Schüler in
      • Vorbereitung auf Praktikumsstelle
      • Reisevorbereitung
      • Vorbereitung auf Aufnahme der Gastschüler
    • Erstellung eines Formulars "Bestätigung durch Firmen für die Bereitstellung eines Auslands-Praktikumsplatzes" (in dem die Firma den Praktikumsplatz bestätigt, ihre Adresse und den Ansprechpartner mit Tel.-Nr. und E-Mail-Adresse benennt)
    • Erstellen von Infomaterial für die aufnehmenden Firmen, aus dem die Erwartungen an das Praktikum hervorgehen; die aufnehmende Schule kümmert sich um das rechtzeitige Verteilen dieses Materials und spricht dies mit den Firmen durch, so dass die Schüler die entsprechenden Praktikumsbedingungen vorfinden.

 

  • In Schleswig-Holstein:
    • Durchführung eines Elternabends für die Gast-Eltern mit entsprechenden Informationen
    • Die Schüler des 11. Jahrgangs erhalten spätestens im Dezember Informationen über die Möglichkeiten eines Wirtschaftspraktikums im Ausland und müssen sich bis zum März des Folgejahres schriftlich festlegen, ob sie daran teilnehmen wollen.
    • Die Schüler erhalten spätestens 5 Monate vor ihrem Praktikum in Bilbao Informationen zur DSB, zum Verein und zu den ihnen zugewiesenen Firmen (Homepage etc.).
    • Die Schüler müssen spätestens 7 Monate vor ihrem Praktikum der DSB einen Steckbrief zusenden, der Auskunft gibt über ihre Person, ihre Interessen, ihre Praktikumswünsche, ihre E-Mail-Adresse.
    • Erlernen des notwendigen Fach-Vokabulars des WiPo-Unterrichts im Fachunterricht (Orientierung an den Vorgaben des Praktikumsberichts)
    • Die Schule spricht im Juli / August die Firmen nochmals an, um sicherzustellen, dass diese über die genaueren Daten des Schülerbesuchs informiert sind. Dabei wird abgeklärt, wann und wo der Schüler/die Schülerin sein/ihr Praktikum beginnt und wer als jeweiliger Betreuer zugewiesen wurde (Tel.-Nr. und Mail-Adresse müssen der begleitenden Lehrkraft anschließend nochmals mitgeteilt werden.).

 

  • In Bilbao:
    • Durchführung eines Elternabends für die Gast-Eltern mit entsprechenden Informationen, auch über den Verein.
    • Die Schüler des 11. Jahrgangs erhalten spätestens im Dezember nähere Informationen über das Auslandspraktikum und die damit verbundenen Verpflichtungen (siehe Checkliste).
    • Die Schüler erhalten spätestens Mitte April Informationen zu ihren gastgebenden Schulen, den ihnen zugewiesenen Firmen (Homepage etc.) und zum Verein.
    • Die Schüler müssen dem Verein spätestens im Februar einen Steckbrief zusenden, der Auskunft gibt über ihre Person, ihre Interessen, ihre Praktikumswünsche, ihre E-Mail-Adresse.
    • Die DSB spricht 1 bis 2 Monate vor dem Praktikumsbesuch der Schüler aus Schleswig-Holstein die Firmen nochmals an, um sicherzustellen, dass diese über die genaueren Daten des Schülerbesuchs informiert sind. Dabei wird abgeklärt, wann und wo der Schüler/die Schülerin sein/ihr Praktikum beginnt und wer als jeweiliger Betreuer zugewiesen wurde (Tel.-Nr. und Mail-Adresse müssen der begleitenden Lehrkraft anschließend nochmals mitgeteilt werden.).



Nach erfolgtem Praktikum erhalten alle Schüler eine zusätzliche Praktikumsbescheinigung vom Verein Europaschulen in Schleswig-Holstein e.V.
Der Verein kann für die Organisation einen Vermittler beauftragen.

Anhang:

Ablaufplan des Betriebspraktikums Bilbao/Großhansdorf
Ablaufplan des Wirtschaftspraktikums Großhansdorf/Bilbao



An dieser Zusammenstellung beteiligt:

Deutsche Schule Bilbao:

Dr. Gottfried Thomas, Ulrich Bench

Emil-von-Behring-Gymnasium:

Klaus Müller, Thomas Wöller, Ulrich Engel, Ulrike Greve

Europaschulen in Schleswig-Holstein e.V.:

Eva Karnstedt



Ablauf des Betriebsspraktikums Bilbao/Großhansdorf

 

In Bilbao:

In Schleswig-Holstein

Zeitpunkt

Aktivität

Aktivität

Dezember

Die Schüler werden über das geplante Praktikum informiert.
Sie schreiben einen Steckbrief, der Angaben zur Person, zu ihren Interessen, ihren Wünschen hinsichtlich des Praktikumsplatzes (möglichst mehrere Vorschläge) und ihre E-Mail-Adresse enthält.

 

 

 

Die am Projekt beteiligten Schulen stellen eine Liste von möglichen und verfügbaren Firmen für das Betriebsprakti- kum (mit Adresse, Internetadresse, Infos zu den Firmen etc.) zusammen und senden diese Liste an den Kontaktkollegen für Schleswig-Holstein.

Februar

Steckbriefe der Schüler werden von dem Kollegen in Bilbao gesammelt und als Gesamtpaket an den Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein per E- Mail gesendet.

 

 

 

Die Steckbriefe der Schüler aus Bilbao werden von dem Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein, so weit es möglich ist, zugeordnet und den Schulen per E-Mail mitgeteilt. Dies geschieht entsprechend der Liste der Firmen, die die Schulen vorher übermittelt hatten. Die Bilbaoer Schüler, die man nicht zuordnen konnte, werden allen Schulen (mit Steckbrief) mitgeteilt; die Schule, die etwas Passendes hat, schreibt dem Kontaktkollegen.

April

 

Die Firmenzuordnungen (mit Adresse, Internetadresse, Infos zu den Firmen und der aufnehmenden Schule) werden dem Kollegen in Bilbao übermittelt.

April

Nach Erhalt der Zuordnungen informiert der Kollege in Bilbao seine Schüler über die gastgebende Schule und die ihnen zugewiesenen Firmen.
Er veranlasst die Schüler, eine Bewerbung zu schreiben und diese in Briefumschläge (mit Firmenadresse) einzutüten. Der Kollege in Bilbao stellt die Vollständigkeit sicher; wichtig ist noch Folgendes: das mitgesandte Formular für die Firma, auf dem diese den Praktikumsplatz zusagt, soll als Empfängeradresse die Adresse des Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein enthalten. (Aus den Firmenzusagen soll hervorgehen, wann die Schüler das Praktikum beginnen, wer der jeweilige Betreuer ist und wie dieser zu erreichen ist: Tel.-Nr.; E-Mail-Adresse)

 

bis Mitte Mai

Die gesamten Bewerbungen der Bilbaoer Schüler werden dem Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein zugesandt.

 

Mitte Mai

 

Bewerbungen der Bilbaoer Schüler werden vom Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein an die jeweiligen Firmen gesandt, die anschließend ihre Zusage an ihn zurückleiten.
Nach Erhalt aller Firmenzusagen benachrichtigt der Kontaktkollege den Kollegen in Bilbao, dass alle Schüler ihren Platz erhalten haben. (Aus den Firmenzusagen soll hervorgehen, wann die Schüler das Praktikum beginnen, wer der jeweilige Betreuer ist und wie man ihn erreichen kann: Tel.-Nr.; E-Mail-Adresse)

 

Der Kollege in Bilbao teilt den Schülern mit, welchen Praktikumsplatz sie erhalten haben.

 

bis Anfang Juni

Die Schüler werden über die Zuordnung zu den jeweiligen Gastfamilien informiert. (Dies ist jetzt erst möglich, da z.T. die Zuordnung erst nach Zuweisung des Praktikumsplatzes in Bilbao erfolgt)

 

(Daten für 2006: Anreise aus Bilbao am 31.8.2006; Praktikumszeit vom 4.9.- 15.9. 2006; Rückflug: 17.9.05; Anzahl der Schüler: 32)

Ablauf des Wirtschaftspraktikums Großhansdorf/ Bilbao

 

In Großhansdorf:

In Bilbao:

Zeitpunkt

Aktivität

Aktivität

Dezember
bis Anfang März

Die Schüler der Spanischkurse des 11.Jg. werden über das geplante Praktikum informiert (siehe Voraussetzungen für das Praktikum) und müssen sich spätestens bis Anfang März des Folgejahres schriftlich festlegen, ob sie daran teilnehmen wollen. Sie schreiben daraufhin einen Steckbrief, der Angaben zur Person, zu ihren Interessen, ihren Wünschen hinsichtlich des Praktikumsplatzes (möglichst mehrere Vorschläge) und ihre E-Mail-Adresse enthält. Die Steckbriefe der Schüler aus Großhansdorf werden dem Kontakt- kollegen in Schleswig-Holstein per E-Mail mitgeteilt. Dieser sendet diese zusammen mit den Steckbriefen der anderen Schüler per Mail an den Kollegen in Bilbao.

 

Mitte März

Durchführung eines Elternabends für die künftigen Gasteltern mit den entsprechenden Informationen

 

Anfang Mai

 

Nach Erhalt der Steckbriefe (bis spätestens Mitte März) sucht der Kollege in Bilbao entsprechende Firmen und ordnet diese entsprechend der Steckbriefe den Schülern in Schleswig-Holstein zu. (bezogen auf Großhansdorf: bis Anfang Mai)
Die Firmen müssen ausführlich über die Bedingungen des Wirtschaftspraktikums informiert werden.

Die Firmenzuordnungen (mit Adresse, Internetadresse, Infos zu den Firmen) werden dem Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein übermittelt, der diese wiederum an die jeweiligen Schulen weiterleitet.

Mitte Mai

Nach Erhalt der Zuordnungen werden die Schüler über die ihnen zugewiesenen Firmen informiert (mit Adresse, Internetadresse, Infos zu den Firmen). Sie werden dazu veranlasst, einen Briefumschlag für diese Firma zusammenzustellen, der einen Lebenslauf, die Bewerbung und ein Formular für die Firma, auf dem diese den Praktikumsplatz zusagt , enthält. (Aus den Firmenzusagen soll hervorgehen, wann die Schüler das Praktikum beginnen, wer der jeweilige Betreuer ist und wie dieser zu erreichen ist: Tel.-Nr.; E-Mail-Adresse; das Formular ist an die Deutsche Schule Bilbao adressiert)

 

spätestens Ende Mai

Diese Briefe werden gesammelt dem Kollegen in Bilbao zugesandt (bis spätestens Ende Mai) ,

 

 

 

der sie an die jeweiligen Firmen weiterleitet. Er kümmert sich anschließend darum, dass die Firmen die Formulare an ihn zurücksenden und klärt mögliche Fragen. Nach Erhalt der Zusagen informiert er den Kontaktkollegen in Schleswig-Holstein, der diese Information wiederum die jeweiligen Schulen weiterleitet (bis spätestens Anfang Juni)

bis spätestens Anfang Juni

 

 

 

Die Schüler werden über die Zusagen der Firmen und ihre Zuordnung zu den jeweiligen Gastfamilien informiert. (Dies ist jetzt erst möglich, da z.T. die Zuordnung von der Erreichbarkeit des jeweiligen Betriebes abhängig ist)
Die Schüler kontaktieren ihre Gastschüler.